Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenkasse für allgemein gesundheitsfördernde Aktivitäten

Die Zahlung einer Krankenkasse an den Versicherten ist nur dann als Beitragsrückerstattung anzusehen, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Krankenversicherungsschutz steht.

Leistet die Krankenkasse dagegen Gutschriften für gesundheitsfördernde Maßnahmen, fehlt es an einem solchen Zusammenhang.

 

Eine Krankenkasse hatte ihrem Versicherten verschiedene Boni für gesundheitsbewusstes Verhalten zugesagt. Voraussetzung war, dass der Versicherte sich bestimmten Vorsorgemaßnahmen unterzogen hatte oder Aktivitäten und Maßnahmen im sportlichen Bereich nachweisen konnte. Das Finanzamt vertrag die Auffassung, dass Programme, die lediglich die Durchführung bestimmter Ge-sundheitsmaßnahmen oder ein bestimmtes Handeln des Versicherten als Voraussetzung für eine Bonusleistung vorsehen, nicht begünstigt seien, selbst wenn diese Maßnahmen mit Aufwand beim Versicherten verbunden sind.

 

Dam wiedersprach das Sächsische Finanzgericht. Eine Kürzung der als Sonderausgaben angesetz-ten Krankenkassenbeiträge um den Bonus komme nicht in Betracht, da keine die wirtschaftliche Be-lastung des Versicherten mindernde Beitragsrückerstattung vorliege.

 

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

Veröffentlicht im März 2019

 

Das könnte Sie auch interessieren

Michael Mühlhäuser

Dipl. Ing. (FH) Michael Mühlhäuser ist Steuerberater und Partner bei der Mayer & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft. Der Spezialist für Fragen rund um die Umsatzsteuer betreut zudem die klassischen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe.

Mehr zur Person » Kontakt aufnehmen »

Branchenerfahrung trifft Digitalkompetenz