Insolvenzgeldumlage für 2012 festgelegt

Nach einer Nullrunde in 2011 muss die Insolvenzgeldumlage in 2012 wieder von den Arbeitgebern gezahlt werden. Die Bundesregierung hat einen entsprechenden Entwurf zur Insolvenzgeldumlageverordnung 2012 beschlossen. Die Zustimmung des Bundesrates steht zwar noch aus, es wird jedoch mit keiner Änderung oder einem Veto gerechnet.

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Ab 2012 sind voraussichtlich 0,04 % Insolvenzgeldumlage zu bezahlen.

Die Insolvenzgeldumlage wird alleine durch die Arbeitgeber finanziert - sie dient der Finanzierung des Insolvenzgeldes für die Arbeitnehmer. Arbeitnehmer haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Insolvenzgeld, wenn über das Vermögen ihres Arbeitgebers ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Ausgenommen von der Verpflichtung Insolvenzgeldumlage zu zahlen sind der Bund, die Länder, die Gemeinden, Arbeitgeber der öffentlichen Hand und Privathaushalte.

Wie ist die Meldung der Insolvenzgeldumlage abzuwickeln?
Die Insolvenzgeldumlage ist zusammen mit den Beiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an die Einzugsstellen der Krankenkassen zu entrichten. Die Umlage für Mini-Jobber wird an die Mini-Job Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See abgeführt.

Wie berechnet sich die Insolvenzgeldumlage?

Die Insolvenzgeldumlage wird vom rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt berechnet. Bei Beschäftigten die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen wird das Entgelt herangezogen, von dem im Falle der Rentenversicherungspflicht die Beiträge zu berechnen wären.

Der Umlagesatz der Insolvenzgeldumlage berechnet sich nach der voraussichtlichen Entwicklung der Insolvenzen im folgenden Kalenderjahr. Die Einnahmen sollen dabei ausreichen um die Kosten aus der Zahlung von Insolvenzgeld zu decken. Fehlbestände und Überschüsse im Umlagetopf sind dabei ebenfalls zu berücksichtigen.

Der Überschuss aus 2010 ist in 2011 verwendet worden - ein noch bestehender Restbetrag wird für 2012 mit verwendet. Dennoch reichen die Mittel für 2012 nicht vollständig aus - die Insolvenzgeldumlage muss für 2012 also wieder erhoben werden.

Veröffentlicht im Dezember 2011

 

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Christine Mayer-Stöcker

Dipl. Volkswirtin (FH) Christine Mayer-Stöcker ist Partnerin der Mayer & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft. Die Steuerberaterin ist auf die Betreuung der grünen Gewerbebetriebe, Agrarunternehmen und das Agribusiness spezialisiert.

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