Umsatzsteuer Spezial: Zahlungen im Rahmen der Initiative Tierwohl

Wie sind Zahlungen im Rahmen der Initiative Tierwohl umsatzsteuerlich zu behandeln? Dieser Frage wollen wir in unserem kurzen Artikel nachgehen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde vor etwa einem Jahr veröffentlicht und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Dabei werden grundsätzlich zwei Wege unterschieden – einmal die Zahlung zwischen Trägergesellschaft und Einzelhandel und die Zahlungen zwischen Trägergesellschaft und Tierhalter:

Trägergesellschaft und Einzelhandel
Zahlungen des Einzelhandels erfolgen als Gegenleistung für sonstige Leistungen der Trägergesellschaft. Die Leistungen der Trägergesellschaft unterliegen dem Regelsteuersatz.

Trägergesellschaft und Tierhalter
Zahlungen der Trägergesellschaft an die Tierhalter für die Schaffung bzw. Erfüllung der einzelnen Anforderungen gem. dem Tierwohlprogramm erfolgen ebenfalls im Rahmen eines Leistungsaustauschverhältnisses. Die Zahlungen der Trägergesellschaft sind auf der Ebene des Tierhalters auch dann den allgemeinen Regelungen des UStG zu unterwerfen, wenn der Tierhalter im Übrigen von der Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG Gebrauch macht. Das bedeutet, dass ein pauschalierender Landwirt aus den Einnahmen die darin enthaltene Mehrwertsteuer in Höhe von 19% an das Finanzamt abführen muss. Dagegen steht ihm der Vorsteuerabzug aus den Aufwendungen zu, die ausschließlich im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Initiative Tierwohl stehen.

Veröffentlicht im Februar 2016

 

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Michael Mühlhäuser

Dipl. Ing. (FH) Michael Mühlhäuser ist Steuerberater und Partner bei der Mayer & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft. Der Spezialist für Fragen rund um die Umsatzsteuer betreut zudem die klassischen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe.

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